Doch die Problematik in diesem Fall ist, dass wir nicht nur Tierarten ausrotten, sondern auch neue Schaffen. Wir nehmen ohne jedes Bedenken Mutationen an Tieren vor, weil wir sie so für brauchbarer halten. So bekamen zum Beispiel Fischarten gezielt hellere Hautfarben, damit man sie leichter sehen konnte. Was dabei aber niemand ernst nimmt: das Ökosystem ist ein bis ins letzte Detail fein zusammenhängender Mechanismus. Jede einzelne kleine Veränderung braucht hunderte von Jahren um sich in dem Komplex zu integrieren. Die Tragweite einer umfrangreichen Manipulation ist vollkommen uneinschätzbar, da zwischen allen Lebewesen im System tausende von Zusammenhängen bestehen.
Die Fische aus unserem Beispiel z.B. starben nach kurzer Zeit wieder komplett aus, da sie keine Sonnenstrahlen mehr vertrugen und auch gegen natürliche Fressfeinde keine Tarnung mehr hatten.
Auf diesem Wege kann vielleicht indirekt der Mensch durch ein beschädigtes Ökosystem Schaden nehmen, doch die direkte Bedrohung durch Tiere klingt nach wie vor nach Science Fiction. Und genau das ist Falsch!
Es wurden bereits Tierarten geschaffen, die jährlich viele Menschen in den Tot reißen. Als Beispiel möchte ich an der Stelle z.B. mal die Afrikanisierte Honigbiene, auch als Killerbiene bekannt, anführen. In diesem Fall wurden afrikanische Bienen nach Südamerika gebracht um sie mit den dort lebenden Bienen zu kreuzen. Lokale Imker erhofften sich dadurch eine bessere Honigausbeute. Tatsächlich gelang dieses Vorhaben auch und die Bienen brachten mehr Honig. Doch gleichzeitig bekamen sie eine neue und unerwartete Eigenschaft. Und zwar ihre Aggressivität. Diese neue Bienenart greift extrem schnell an. Zusätzlich werden Botenstoffe ausgesendet, die auch alle anderen Bienen in der Nähe zum Angriff bringt. Schnell entstehen dadurch tausende von Bienenstichen, die auch einen gesunden, erwachsenen Mann umbringen.
Nun hätten die Bienen in diesem Moment vernichtet werden können, doch durch Schlamperei sind einige Bienen entkommen und konnten sich daraufhin im angrenzenden Dschungel problemlos ausbreiten. Dabei steigt die Bedrohung auch heute noch von Jahr zu Jahr. Ihre Population vergrößert sich ständig und es dauert vermutlich nichtmehr lange, bis größere Schwärme von ihnen auch die USA erreichen.

