Seuchen stellen seit jeher eine der größten Bedrohungen für die Menschheit dar. Kein anderes Ereigniss hat es bisher geschafft, die Menschen so nahe an ihren vollständigen Untergang zu treiben. Und letztendlich waren es oft nur glückliche Zufälle und nicht die Fähigkeiten der Menschen, die uns dann doch noch vor dem totalen Aussterben bewahrt haben.
Ein alter Klassiker in diesem Gebiet, ist die Pest. Sie wird ohne weiteres durch Flöhe und Ratten übertragen, welche für gewöhnlich überall vorkommen und mit den Menschen zusammen leben. Erschwerend kommt hinzu, dass sie extrem Ansteckend ist und sich so rasend schnell durch die menschliche und tierische Population verbreiten kann.
Vorallem im Mittelalter erreichte die Pest so eine hohe Verbreitung, dass etwa jeder 3. Mensch dem Pesttod erlag. Warum die Pestverbreitung dann wieder abklang ist bis heute ungeklärt. Sicher ist nur, hätte sie das nicht von selbst getan, würde es heute keine Menschen mehr auf der Erde geben.
Doch es ist eine Illusion zu glauben, dass derartige Ereignisse in der Moderne nicht mehr passieren können. Zwischen 1918 und 1920 hat die spanische Grippe über 25 Millionen Menschen umgebracht. Das sind sogar noch mehr, als die Pest ihrerzeit geschafft hat.
Und auch heute gibt es verschiedene Anwärter, die diesen Highscore noch brechen könnte. Als Beispiel währen da z.B. Cholera, die Vogelgrippe und die Schweinegrippe zu nennen.
Denn vielleicht die Gefährlichste Eigenschaft von Seuchen ist ihre unglaublich schnell ablaufende Entwicklung. Die Seucheviren können aufgrund ihrer rasenden Verbreitung bereits binnen weniger Tage komplett neue Formen annehmen. Das bedeutet auf der einen Seite, dass sie plötzlich Immun gegen alte Medikamente werden, auf der anderen Seite können Sie aber auch andere tödliche Eigenschaften dazugewinnen.
In genau dieser schnellen Evolution kann aber auch die Rettung liegen. Denn wo kein Wirt ist, kann auch keine Seuche überleben. Und das Ziel der Evolution ist auch hier immer die maximale Population. Eben diese kann aber nur erreicht werden, wenn der Wirt sie möglichst lang verbreitet. Und genau deshalb streben die Seuchen nach einem möglichst langem überleben ihrer Wirte. Viren die zum sofortigen Tod führen sterben logischerweise auch sofort wieder aus.
Spätestens wenn die Restpopulation der Menschheit auf ein Minimum reduziert wurde, müssen die Viren sich so verändern. dass ihre Wirte sogar noch Jahre überleben können, oder womöglich gar nicht sterben. Denn nur so kann der Virus weiterexistieren.
Schlussendlich noch angemerkt, dass Seuchen nicht unbedingt aus natürlichen Gründen ausbrechen müssen. Seuchen wurde in der Vergangenheit schon öfters als biologische und äußerst tödliche Waffe genutzt. Nun gibt es zwar viele Kriegsregeln die fast alle Länder aus Angst vor einem Gegenangriff auch einhalten, aber man stelle sich hier mal eine terroristische Aktion vor, bei der nichtmal das eigene Leben eine Priorität hat.
Das Ausmaß wäre wohl undenbkar.