Der Zen Garten ist eine besondere Form der japanischen Gartenkultur. Die Besonderheit dieser Gärten besteht darin, dass sie nur aus Sand und Steinen bestehen. Zen Gärten beinhalten daher auch kein Wasser und  folglich auch keine Pflanzen.

Der Reiz dieser Gärten liegt darin, dass das „Arbeiten“ in ihnen als äußerst beruhigend empfunden wird. Deshalb sind sie in Schreibtischgerechter Größe auch bei uns im Westen immer populärer. Und genau so einen Miniaturgarten werden wir heute selbst zusammenstellen.

Als erstes brauchen wir natürlich einen Kasten. Dazu kann man sich eine Schale oder ähnliches suchen, schöner ist es aber, einen eigenen aus Holz zu bauen. Dazu suchen/machen wir uns eine flache Holzplatte von etwa 20×20cm bis 30×30cm als Boden und kleben dann an alle Seiten etwa 2cm breite und 1/2cm dicke Holzlatten. Nun schleift man alles schön Glatt, da Ecken und Kanten keine Beruhigung ausstrahlen. Zum Schluss wird das Ganze in einer Beliebigen Farbe lackiert. Ich persönliche würde Schwarz empfehlen.

Als nächstes kommt der Sand dran. Hier kann man ganz gewöhnliche Sand vom Strand nutzen, man kann aber auch gefärbten Sand kaufen. Achtet nur immer darauf, dass euch die Farbe und das Aussehen beruhigen. Mit diesem Sand füllt ihr die Schale dann bis zum Rand auf.

Der nächste Schritt ist das hinzufügen von Steinen. Hier könnt ihr ebenfalls vom Strand allerlei schöne Sachen nutzen. Neben Steinen kann man auch Muscheln nutzen. Achtet darauf nicht zu viele Steine zu nutzen, da das ganze sonst vielleicht zu überladen aussieht. 4 bis 6 sollten reichen. Bei der Platzierung der Steine gibt es eine wichtige Regel: Am Ende darf kein Muster und kein System erkennbar sein. Verteilt die Steine also nicht Symmetrisch oder gleichmäßig.

Nun kommen wir zum schwierigsten Teil. Der kleinen Harke. Zunächst besorgen wir uns einen kleinen Holzstab. Etwa 1 bis 2 mm Durchmesser und 10cm lang sollte er sein. Einem weiteren Stäbchen aus diesem Format schneiden wir dann 6  etwa 1cm lange Teile ab. Nun suchen wir noch ein Quaderförmiges Stück Holz das etwa einen halben Zentimeter hoch und breit und etwa 2 cm lang ist. Quer an diesem Holzstück machen wir jetzt ein kleines Loch und kleben das erste Stäbchen dort hinein. Unten machen wir dann 6 Löcher nebeneinander und kleben die abgeschnittenen Teile in diese. Fertig ist die Harke.

Nun könnt ihr beliebige Muster in euren Sand harken. Der Hintergrundgedanke dabei ist, dass die Furchen der Harke das Wasser ersetzen bzw. andeuten sollen.

Stellt euch diesen kleinen Kasten nun auf euren Schreibtisch und verändert ihn wann immer ihr eure Nerven etwas beruhigen wollt. Viel Spaß mit diesem kleinen Stück fernöstlicher Kultur.

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